Asan Thole in Kathmandu

Swayambhunath

Handarbeiten für Touristen

Bhaktapur bei Nacht

Das andere Kathmandu

Volleyball in Bhaktapur

Ruhestand in Bhaktapur

Bhaktapur

Patan

Yeti Airlines nach Pokhara

Annapurna (links)

Pokhara, Fewalake

Jomsom - Kagbeni

Brennholz per Yak

Neugierige Kinder

Jharkot

Jharkot

Ranipauwa

Jomsom - Tukche

Jomsom - Tukche

Marpha

Tukche - Tatopani

Baglung

Auf Wiedersehn Nepal

Om Tare Tu Tare Ture So Ha

Om Tare Tu Tare Ture So Ha

Dezember 2013Nepal

Nepal ist ein friedliches und religiöses Land mit sehr netten Menschen und guter Bildung. Es mag zwar arm sein, aber die Armut wie in Indien oder Südamerika habe ich hier nicht gesehen. Wenn man den Weizen mit der Hand drescht und die Wäsche auf der Straße wäscht, mag das zwar nicht zum Bruttosozialprodukt beitragen, aber man verbraucht auch keine mineralischen Rohstoffe. Die Menschen leben hier teilweise wie vor vielen Hundert Jahren.

Aber allein in Kathmandu hat in den letzten zehn Jahren die Bevölkerung von 1 auf 3 Millionen Menschen zugenommen. Viele kommen von den Tälern in die Großstadt. Es gibt keine Stadtplanung. Ältere Touristen erzählen mir von der ruhigen Idylle in Kathmandu von vor 20 Jahren. Davon ist heute nichts mehr zu sehen. Der Asan Thole ist eine Jahrhundert alte Einkaufstraße. Heute ist es überall so eng. Es ist erstaunlich, mit welcher Geschicklichkeit Taxis und Motorräder ihren Weg finden und immer irgendwie aneinander vorbeikommen. Der einzige Ruheort ist die auf einem Hügel gelegene Tempelanlage Swayambhunath. Neben der dreckigen Luft kommt im Winter noch die Kälte nach Sonnenuntergang hinzu. Der Strom wird über Wasserkraft gewonnen, die allerdings im Winter nicht ausreichend zur Verfügung steht, so dass laufend der Strom ausfällt oder gleich für viele Stunden ganz abgestellt wird. Die Straßen sind nachts dunkel und das wenige Licht in den Häusern wird mit Kerzen, Batterien oder Generatoren erzeugt.

In Pokhara haben wir die letzten Vorbereitungen für unsere Tour durch den Himalaya mit dem Mountain-Bike getroffen. Die erste Station nach Jomsom wollten wir eigentlich mit dem Flugzeug zurücklegen. Leider ist der Flug wegen Nebel ausgefallen. Kein Problem, so haben wir stattdessen eine schöne Tour um den Fewalake bei Pokhara unternommen. Aber auch am nächsten Tag ist der Flug nach Jomsom wieder ausgefallen. Diesmal wegen starkem Wind. Also haben wir den bequemen Sessel mit Panorama-Aussicht auf die 8.000er gegen einen hart gefederten Range Rover getauscht, der von der der indischen Firma Mahindra noch Heute mit veralteter englischer Technik nachgebaut wird. Nach zehn Stunden Offroad ist Peter R unbewusst in seine flämische Muttersprache zurückgefallen. Wir wurden von einem kalten Wind empfangen. Auch das dunkle, fensterlose Zimmer mit einer Kerze und einer dünnen Decke hat unserer Stimmung nicht gerade gehoben. Im Gegenteil. Ich habe sogleich nach zehn weiteren Decken gefragt und Peter hat darauf bestanden, zu dem Guesthouse auf der anderen Straßenseite zu wechseln, wo es zumindest Strom und Licht gab.

Nach der ersten kalten Nacht auf 3.000 m Höhe haben wir zwei Tagesetappen zusammengelegt, um die verlorene Zeit wieder aufzuholen, und sind mit unseren Fahrräder auf 4.000 m bis nach Muktinath hoch gestrampelt. Die Luft war sehr dünn. Aber bei der weiten, kargen Landschaft haben wir uns wie im Rausch Meter um Meter hochgearbeitet.

Kaum zu glauben, aber in dieser scheinbar lebensfeindlichen Umgebung gibt es alle paar Stunden kleine Siedlungen, die auch den armen Touristen eine Unterkunft anbieten. Dabei handelt es sich um ein ungeheiztes Haus mit fließend kaltem Wasser. Abends sitzt man um einen gemeinsamem Tisch und isst Dal Bhat - Reis mit Linsen, Kartoffeln, eine Scheibe Gurke und zwei Scheiben Möhre. Unter dem Tisch wird ein Eimer mit glühender Holzkohle gestellt, der einen schnell wärmt. So haben wir die kalten Nächte in Jomsom, Kagbeni und Tukche auf rund 3.000 m verbracht. Die weiteren Übernachtungen in Tatopani und Baglung waren in tieferen Regionen unter 2.000 m und damit deutlich wärmer.

Zurück in Pokhera haben wir uns in der Sonne bei einem Cappuccino wieder bewusst an den vielen kleinen Dingen erfreut, die wir täglich nutzen, die aber nicht selbstverständlich sind. Dankbar und voller schöner Eindrücke haben wir die Berge hinter gelassen und sind nach Phuket geflogen, wo schon unsere Freunde und ein Katamaran auf uns warten.